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Perlisten A3t im Test – Standlautsprecher mit High-End-DNA zum Einstiegspreis

Mit der Perlisten A Series will Perlisten Audio anspruchsvollen Hörern einen deutlich zugänglicheren Weg in die eigene Klangphilosophie bieten, ohne Kompromisse bei Ingenieurskunst und Materialqualität einzugehen. Die Perlisten A3t bildet den Einstieg in die Standlautsprecher der Serie – und präsentiert sich bereits als äußerst ernstzunehmender audiophiler Schallwandler mit erwachsener Performance. Dieser ausführliche Test beleuchtet, warum die A3t sowohl im Stereo-Betrieb als auch im Heimkino ein außergewöhnlich hohes Leistungsniveau entfaltet.

In aller Kürze
  • Die Perlisten A3t überzeugt mit tiefem Bass, präziser Abstrahlung und audiophiler Feindynamik. Ein hochmusikalischer Standlautsprecher der Perlisten A Series, ideal für Stereo und Heimkino und zu einem erstaunlich attraktiven Preis.

Perlisten Audio ist ein junges Unternehmen – zumindest wenn man ausschließlich auf das Gründungsjahr blickt. Hinter dem Namen steht jedoch weit mehr als ein Start-up, sondern ein Team hochkarätiger Entwickler, die zuvor jahrzehntelang Know-how bei Marken wie JBL, Harman, M&K Sound, Acoustic Research oder Peerless sammelten. Mit der Perlisten S Series, dem ersten THX-Dominus-zertifizierten Lautsprechersystem weltweit, sorgte Perlisten Audio bereits kurz nach Markteintritt für internationales Aufsehen. Die Perlisten R Series festigte diese Position, vor allem im Heimkino-Umfeld, wo die Kombination aus kontrollierter Abstrahlung, hoher Pegelfestigkeit und sehr niedrigen Verzerrungswerten auf enorme Resonanz stieß.


Key Facts

  • Perlisten A3t
  • Standlautsprecher der neuen Perlisten A Series
  • 2-Wege-Bassreflex
  • Zwei 215 mm Carbonfaser-Woofer und 35 mm Teteron-Kalotte im eigens entwickelten Waveguide in spezieller D’Appolito-Anordnung
  • Kontrolliertes, breitbandig lineares Abstrahlverhalten
  • Hohe Pegelfestigkeit
  • Vollständig Klippel-NFS-basierte Entwicklung
  • Universell einsetzbar für HiFi in Stereo und Home Cinema in Mehrkanal
  • Paarpreis: € 4.990,-

Ein neuer Zugang zur Perlisten Klangphilosophie

Nun folgt mit der neuen A Series der nächste Schritt: eine Produktlinie, die das technische Fundament der Marke in ein zugänglicheres Preisumfeld überträgt. Weniger Modelle, geringere Einstiegshürde, aber weiterhin die typische Perlisten-DNA. Die A3t ist das kleinste Standmodell dieser Serie – und dennoch ein Lautsprecher, der von Beginn an das Gefühl vermittelt, dass hier kein einfaches „Einsteigermodell“, sondern ein ernsthaft entwickelter High-End-Schallwandler vor uns steht.

Perlisten – Ein Unternehmen mit klarer Vision

Perlisten wurde 2016 offiziell gegründet, die markante Präsenz im Markt beginnt jedoch erst 2020 – ein Zeitpunkt, der alles andere als zufällig ist. Die Entwicklungsarbeiten liefen über Jahre im Hintergrund, während Messmethoden, akustische Signaturen und Fertigungsprozesse definiert und perfektioniert wurden. Die Marke basiert auf der Philosophie des PerceptualListening: Ein Ansatz, der nicht nur neutrale Wiedergabe anstrebt, sondern ein reproduzierbares Hörerlebnis, das unabhängig vom Raum möglichst konsistent bleibt.

Der Einsatz modernster Messtechnik, darunter vollständige Klippel-NFS-Analysen für jedes Modell, gehört zur Grundphilosophie. Ebenso der konsequente Verzicht auf Standard-Komponenten wo immer dies möglich ist – vom Hochtöner über die Waveguides bis hin zu den Carbonfaser-Woofern entwickelt Perlisten nahezu alles selbst. Diese Konsequenz ist auch der Grund dafür, dass selbst das „Einstiegsmodell“ A3t in vielerlei Hinsicht so wirkt, als wäre es eigentlich eine Klasse höher angesiedelt.

Die Perlisten A Series – Technik für ein neues Publikum

Die A Series verfolgt ein klares Konzept: weniger opulente Ausstattungsvielfalt, aber gezielte Investition in klangentscheidende Komponenten. Die Treiber stammen aus eigener Entwicklung, die Gehäuse sind massiv gebaut, und das Waveguide-Design leitet sich direkt aus Berechnungen ab, die in der Perlisten S Series und Perlisten R Series zur Perfektion getrieben wurden.

Zusätzliche Unterschiede zu den höherklassigen Serien ergeben sich weniger aus Sparmaßnahmen als aus strategischer Fokussierung: Die A Series setzt auf breitere Kompatibilität, praxisnahe Raumtoleranz und eine Wiedergabe, die gleichermaßen Stereo-Liebhaber wie Heimkino-Enthusiasten anspricht. Die Perlisten A3t verkörpert das besonders gut, denn sie kombiniert kraftvolle Bassperformance mit einem feinfühligen, kontrollierten Hochton, dies sei an dieser Stelle bereits vorweg genommen.

Die Modelle der Perlisten A Series

Innerhalb der Perlisten A Series spannt sich das Angebot bewusst über nur wenige, dafür klar definierte Modelle auf. Am oberen Ende steht die Perlisten A4t als Flaggschiff-Standlautsprecher mit 35 mm Tweeter und drei 215 mm Carbonfaser-Woofern, ausgelegt für große Räume und hohe Abhörpegel.

Darunter positioniert sich die Perlisten A3t als Einstieg in die Standlautsprecher der Serie, die mit zwei 215 mm Treibern und identischem Hochtonkonzept bereits ein vollwertiges High-End-System darstellt.

Ergänzt wird das Programm durch die Perlisten A3m als kompakte Monitor-Lösung, die sich je nach Einsatzszenario als Stereo-Lautsprecher, als LCR-Front im Heimkino oder in einem 2.1-Setup bewährt, sowie die Perlisten A2s als flexible Surround- und Höhen-Lösung für immersive Installationen.

Gemeinsam ist allen Modellen der durchgängige Einsatz des 35 mm Teteron-Hochtöners im Waveguide sowie der 215 mm Carbonfaser-Chassis, sodass sich in unterschiedlichsten Konfigurationen ein homogener, konsistenter Klangcharakter erzielen lässt.

Design, Verarbeitung und Konstruktion

Mit einer Höhe von 1.28 m ist die Perlisten A3t ein durchaus imposanter Lautsprecher, präsentiert sich aber dennoch elegant und unaufdringlich. Das seidenmatte Finish wirkt hochwertig, die sichtbaren Gehäusekanten sind sauber gearbeitet, und die aufgeschraubte Frontplatte verleiht der Box eine technische, präzise Note.

Besonders ins Auge sticht das große Waveguide rund um den 35 mm Teteron-Hochtöner – ein klarer Hinweis darauf, dass die kontrollierte Abstrahlung eine zentrale Rolle spielt. Darunter sitzen die beiden 215 mm Carbonfaser-Woofer, deren Struktur und Materialwahl klar auf Steifigkeit, leichte Membranmasse und hohe Belastbarkeit ausgelegt sind.

Das Gehäuse der Perlisten A3t ist außergewöhnlich solide aufgebaut. Die Konstruktion setzt durchgängig auf solides, großzügig in der Stärke dimensioniertes MDF, ergänzt durch eine aufgeschraubte, ebenfalls stark versteifte Schallwand. Diese Kombination sorgt nicht nur für hohe strukturelle Stabilität, sondern trägt auch dazu bei, Resonanzen wirkungsvoll zu unterdrücken.

Die Bodenplatte mit optionalen Spikes oder Dämpfern sorgt für hohe Stabilität und eine wirkungsvolle Entkopplung.

Mit 36,4 kg pro Lautsprecher hinterlässt die A3t einen ebenso wertigen wie belastbaren Eindruck – ein Aufbau, der in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist.

Technik im Fokus – Was die A3t im Detail auszeichnet

D’Appolito-Anordnung

Die Perlisten A3t setzt auf eine klassisch symmetrische D’Appolito-Anordnung, bei der der Hochtöner zentral zwischen den beiden 215 mm Carbonfaser-Woofern sitzt. Diese Konfiguration ist ein wesentlicher Bestandteil des kontrollierten Abstrahlverhaltens der A Series, denn sie reduziert unerwünschte vertikale Reflexionen und sorgt für eine besonders stabile, präzise Bühnenabbildung. Gerade in realen Wohnräumen erweist sich diese Bauweise als Vorteil, weil sie zu einem klaren, fokussierten Klangbild beiträgt – unabhängig davon, ob die A3t im Stereo-Betrieb oder in einer Mehrkanalinstallation eingesetzt wird.

Das Waveguide und der 35 mm Teteron-Hochtöner

Der Hochtöner ist ein markanter Bestandteil des klanglichen Fingerabdrucks der A3t. Mit 35 mm Durchmesser erlaubt er eine niedrigere Übergangsfrequenz, wodurch die beiden großen Woofer weniger Aufgaben im oberen Mittelton übernehmen müssen. Die Teteron-Membran ist nicht nur leicht, sondern weist ein optimales Verhältnis aus innerer Dämpfung und Stabilität auf.

Der exakt berechnete Waveguide sorgt für eine gleichmäßige horizontale Abstrahlung und eine kontrollierte vertikale Dispersion, wodurch frühes Diffusschallverhalten wirkungsvoll reduziert wird. Gleichzeitig steigt durch den optimierten Wirkungsgrad die Pegelfestigkeit des Hochtöners. Diese Eigenschaften zahlen sich besonders im Heimkino aus, kommen aber ebenso im reinen Musikbetrieb zum Tragen, wo sie sich in einer außergewöhnlich kohärenten und stabilen Darstellung bemerkbar machen.

Zwei 215 mm Carbonfaser-Woofer

Die Woofer sind ein Paradebeispiel für die Ingenieurskunst von Perlisten: Carbonfaser als Verbundmaterial bringt Steifigkeit und geringes Gewicht mit, was schnelle Impulsantworten und geringe Verzerrungen ermöglicht. Die Aufhängung wurde auf hohe Auslenkung optimiert, ohne Instabilitäten zu erzeugen – ein Grund dafür, dass die A3t im Bass so tief und zugleich präzise spielt.

Abstrahlverhalten – Der wahre Vorteil

Die Entwicklung auf Basis vollständiger Klippel-NFS-Messdaten führt zu einer außergewöhnlich gleichmäßigen Rundstrahl-Charakteristik, wobei sich besonders das horizontale Abstrahlverhalten durch eine lineare und breitbandige Energieverteilung auszeichnet. In der Praxis resultiert dies in einem harmonischen Klangbild, das auch abseits des Sweetspots stabil bleibt, und erleichtert zugleich die Integration in mittelgroße wie größere Räume. Zudem zeigt sich die A3t weniger anfällig für Überbetonungen, während die räumliche Abbildung insgesamt spürbar an Stabilität und Natürlichkeit gewinnt.

Bassreflexabstimmung

Die groß ausgeführte Bassreflexöffnung an der Front sorgt dafür, dass selbst bei höheren Pegeln keine störenden Strömungsgeräusche entstehen. Die tief gewählte Abstimmung unterstützt den Tiefton auf natürliche Weise durch den Raum, ohne künstlich aufzudicken oder an Präzision zu verlieren. Zugleich macht die frontseitige Konstruktion die A3t vergleichsweise unkritisch in der Platzierung – sie lässt sich problemlos auch etwas näher an der Rückwand betreiben, ohne dass der Bass überhandnimmt oder an Klarheit verliert.

Aus der Praxis – Die Testkette

Zentrale Schnittstelle des Testaufbaus war der Arcam SA45, über den sämtliche Streaming-Wiedergabe erfolgte. Roon stand dabei als primäre Plattform im Mittelpunkt, wobei ein Roon Nucleus+ im Hintergrund als Server diente und den SA45 als Roon-Ready-Endpunkt versorgte. Zusätzlich nutzten wir Qobuz Connect, um die Perlisten A3t auch unabhängig von Roon mit Hi-res Audio zu speisen. Die Steuerung erfolgte im Alltag komfortabel über ein Apple iPhone 14 Pro, ein Apple iPad sowie ein MacBook Pro.

Bei der Verkabelung vertrauten wir auf die neueste Produktgeneration von Wireworld, konkret auf die Wireworld Series 10 für sämtliche Signalverbindungen sowie als Lautsprecherkabel. Die Kombination erwies sich als neutral, durchlässig und passend, um den Charakter der Perlisten A3t unverfälscht beurteilen zu können.

Klang im Test – Präzision, Substanz und natürliche Balance

Schon die ersten Minuten zeigten eine der beeindruckendsten Eigenschaften der A3t: Sie spielt mühelos. Das Klangbild wirkt unmittelbar aufgeräumt, klar und balanciert, ohne erst „warm zu werden“ oder hohe Pegel zu benötigen, um dynamisch zu klingen. Besonders die Natürlichkeit der Stimmen fällt hier positiv auf.

Hochton und Detailabbildung

Der Hochton ist fein, seidig und zugleich äußerst differenziert. Becken, Saiten und Obertöne werden mit präziser Struktur wiedergegeben, ohne je unangenehm zu wirken. Die A3t schafft es, hohe Transparenz mit Langzeittauglichkeit zu verbinden. Feine Nuancen bleiben erhalten – selbst in komplexen Mischungen.

Mitten – Klarheit und Kontur

Stimmen positioniert die A3t exakt im Raum, mit natürlichem Timbre und überzeugender Präsenz. Akustische Instrumente profitieren von der tonalen Reinheit und der hervorragenden Impulstreue der Woofer. Pianoanschläge klingen klar umrissen, Streicher wirken authentisch und frei von Schärfe.

Bass – Tief, kontrolliert, strukturiert

Der Bass ist ein Highlight: tief, kraftvoll, aber nie überbetont. Die A3t vermeidet jede Form von Effekthascherei, sondern arbeitet präzise, sauber und konturiert. Auch bei elektronischer Musik bleibt der Tiefton kontrolliert, trocken und rhythmisch stabil.

Mit entsprechend potenter Elektronik ist die A3t in der Lage, beeindruckende Tieftonfundamente aufzubauen, ohne dabei an Präzision zu verlieren.

Dynamik – Lebendig und belastbar

Dynamische Spitzen setzt die A3t ohne Kompression oder Härte um. Der Lautsprecher wirkt dabei weder vordergründig noch spektakulär – er vermittelt vielmehr jene innere Spannung, die hochwertige Wiedergabe auszeichnet.

Räumlichkeit – Realistisch statt aufgeblasen

Stets überzeugt das hervorragende Abstrahlverhalten: Die A3t erzeugt eine Bühne, die stabil und glaubwürdig wirkt, ohne künstlich zu übertreiben. Die Breite ist ausgezeichnet, die Staffelung präzise, und auch abseits des Sweetspots bleibt die Abbildung konsistent.

Hörbeispiele – Musik quer durch die Genres

Jazz & Akustik – Patricia Barber: „Company“ (Album: ModernCool)

Dieses Stück eignet sich hervorragend, um die Fähigkeit der Perlisten A3t zur feindynamischen Auflösung zu beurteilen. Barbers Stimme erscheint klar umrissen, mit jener leicht rauen, sehr authentischen Textur, die nur wenige Lautsprecher wirklich glaubhaft darstellen können. Die percussiven Details werden sauber voneinander getrennt, der Kontrabass bleibt konturiert und frei von Wummern, und die Bühne öffnet sich breit und stabil. Die A3t zeigt hier ihre Stärke in Klangfarben, Stimmenabbildung und Mikrodynamik.

Singer-Songwriter & Blues – Hans Theessink: „Bridges“ (Album: Bridges)

Theessinks markante Baritonstimme ist ein idealer Prüfstein für den Mitteltonbereich. Die A3t präsentiert sie körperhaft, raumfüllend und zugleich frei von Verfärbungen. Die Gitarre klingt holzig, warm und dennoch präzise, ohne übertriebene Brillanz. Die Stimmen von Insingizi rund den das Klangbild mit Wärme und Esprit ab. Die A3t überzeugt mit einer sehr organischen Darstellung, bei der die intime Atmosphäre der Aufnahme erhalten bleibt. Auch kleinste Artikulationsdetails werden mühelos herausgearbeitet.

Filmmusik & Pop – Adele: „Skyfall“ (Album: Skyfall Single)

Dieser Track verlangt Lautsprechern einiges ab: eine kraftvolle Stimme, orchestrale Dynamiksprünge, breite Hallräume. Die Perlisten A3t meistert das mit bemerkenswerter Souveränität. Adeles Stimme steht präsent im Raum, ohne Aggressivität, selbst bei höheren Lautstärken bleibt ihre charakteristische Wärme erhalten. Die dramatischen Orchesterparts werden mit Nachdruck präsentiert, ohne die Bühne zu überladen. Die A3t zeigt hier eindrucksvoll ihre Kombination aus Dynamik, Kontrolle und tonaler Balance.

Pop – The Bangles: „Eternal Flame“ (Album: Greatest Hits K2HD)

Dieser Klassiker fordert vor allem Kohärenz und tonale Ausgewogenheit. Die A3t bildet die Stimme zart, klar und emotional ab, ohne Überzeichnung in den oberen Mitten. Die sanften Synthesizerflächen schweben stabil im Raum, während der dezente Bass sauber integriert bleibt. Die harmonische Balance der A3t zeigt sich hier besonders deutlich – nichts wirkt künstlich betont, die Wiedergabe wirkt natürlich und langzeittauglich.

Akustik & Groove – Black Eyed Peas: „Gone Going“ (Album: Monkey Business)

Ein wunderbares Beispiel für rhythmisches Spiel, perkussive Elemente und klare Stimmen. Die A3t zeigt ein hervorragendes Timing, der Groove kommt präzise, der Bass bleibt trocken und definiert. Die Gitarre wirkt sauber herausgearbeitet, und die Stimme steht fokussiert und plastisch im Raum. Die A3t überzeugt mit Punch ohne Übertreibung und zeigt, wie gut sie komplexere rhythmische Strukturen sortiert.

Klassik – Anne-Sophie Mutter: „Across the Stars“ (John Williams)

Diese Aufnahme verbindet orchestrale Breite mit einem äußerst nuancierten Soloinstrument – der ideale Prüfstein für Feinauflösung und Raumabbildung. Die A3t zeichnet Mutters Violine farbenreich, mit klarer Artikulation und beeindruckender Homogenität im Übergang zwischen Mittel- und Hochton. Das Orchester entfaltet sich mit glaubwürdiger Tiefe, während die Solovioline stets fokussiert bleibt. Ein exzellenter Eindruck, der die Stärke der A3t im Klassikbereich unterstreicht.

Jazz Piano – Michel Petrucciani: „I Can’t Get Started“ (Album: Flamingo mit Stéphane Grappelli)

Petruccianis expressive Anschlagtechnik stellt den Tiefton und den Mittelton gleichermaßen auf die Probe. Die A3t liefert eine klare, differenzierte Darstellung des Klaviers – die tiefen Lagen bleiben frei von Aufdickungen, während die oberen Register luftig und präzise klingen. Die dynamischen Sprünge werden mühelos nachvollzogen. Dabei steht die Violine von Stéphane Grappelli dennoch stets klar im Fokus, setzt sich klar in Szene. Die A3t beweist hier eindrucksvoll ihre Fähigkeit, auch komplexe Melodie-Linien im Verbund mit einem akzentuierten Arrangement strukturiert und authentisch wiederzugeben.

Alltag, Aufstellung und Verstärkerwahl

Die Perlisten A3t ist überraschend unkompliziert – kein Lautsprecher, der nur unter Idealbedingungen funktioniert. Die frontseitige Bassreflexöffnung erleichtert die Aufstellung, und selbst bei vergleichsweise geringem Wandabstand entsteht ein sauberes Bassfundament. Wichtig ist jedoch die präzise Einwinkelung, denn das Waveguide reagiert sensibel auf horizontale Ausrichtung. Da sollte man sich ein wenig Zeit gönnen, um tatsächlich das Optimum für sich heraus holen zu können.

Verstärkerwahl

Die A3t ist keine Last, die Vollverstärker in die Knie zwingt, profitiert aber hörbar von hochwertiger Elektronik. Leistungsstarke Transistorverstärker, insbesondere solche mit guter Stromlieferfähigkeit, bringen das volle Potenzial zur Geltung.

Raumakustik

In mittelgroßen Räumen (20–35 m²) ist die A3t nahezu perfekt aufgehoben. Sie reagiert weniger kritisch auf Reflexionen als viele Konkurrenzmodelle und zeigt eine bemerkenswert stabile räumliche Darstellung.

Feintuning

Dass die Speaker noch Raum für weitere Verbesserungen mit sich bringen, sei an dieser Stelle ausdrücklich hervor gehoben. Mit den beigelegten Spikes klingt die A3t schon tadellos, keine Frage. Ohne diese wirkte dafür der Bass fülliger und runder, letztlich also eine Frage des persönlichen Geschmacks. Noch einen Tick besser wird es, wenn man hier noch Hand anlegt und eine weitere Optimierung vornimmt. So haben wir im Test etwa auf die Bassocontinuo Ultra Feet des italienischen Unternehmens Bassocontinuo Audio Systems S.r.l. als Alternative gesetzt, womit die Darbietung noch straffer, fokussierter, minimal schlanker wird.

KEF Coda Oktober 2025

Preis und Verfügbarkeit

Die Perlisten A3t ist bereits im Fachhandel verfügbar. Der Paarpreis beträgt € 4.990,-. In Anbetracht von Verarbeitung, technischer Substanz und klanglicher Performance bewegt sich die A3t damit in einem außerordentlich attraktiven Umfeld.

Fazit

Die Perlisten A3t beweist, dass man die Klassifizierung der gesamten Perlisten A Series als Einsteiger-Linie nicht allzu ernst nehmen sollte – tatsächlich ist sie ist ein eindrucksvolles Statement. Ihr Klangbild verbindet Kontrolle mit Musikalität, Präzision mit Wärme, Neutralität mit Lebendigkeit. Dazu kommen ein tiefreichender Bass, der selbst anspruchsvolle Hörer beeindruckt, und ein Hochton, der in seiner Feinzeichnung und seidigen Struktur begeistern kann. Bemerkenswert, da es sich ja schließlich um „die Kleine“ der beiden Stand-Lautsprecher-Systeme der A Series von Perlisten handelt, die wiederum, um es nochmals zu erwähnen, als Einsteigerlinie konzipiert ist.

Das liegt allen voran darin begründet, dass die Perlisten A3t technisch durchdacht bis ins Detail ist, sich somit klanglich erwachsen und universell einsetzbar präsentieren kann. Wer in der € 5.000,- Klasse nach einem Standlautsprecher sucht, der sowohl audiophilen Anspruch als auch Pegelfestigkeit und Raumtoleranz verbindet, findet in der Perlisten A3t einen der derzeit stärksten Kandidaten. Chapeau, Perlisten Audio, eine klare Empfehlung!

ProduktPerlisten A3t
Preis€ 4.990,-

Technische Daten

ProduktPerlisten A3t
HerstellerPerlisten Audio, Verona, Wisconsin, USA
SeriePerlisten A Series
Bauart2-Wege-Standlautsprecher, Bassreflex, D’Appolito-Anordnung
GehäuseprinzipFrontseitige Bassreflexöffnung
Bestückung2 × 215 mm Carbonfaser-Woofer, 1 × 35 mm Teteron-Hochtöner im Waveguide
Übergangsfrequenz< 1.000 Hz (tief angesetzte Trennung)
Frequenzgang (-6 dB)31 Hz bis 27 kHz
Frequenzgang (-10 dB)22 Hz bis 27 kHz
Typische In-Room-Basserweiterung26 Hz (-6 dB), 17 Hz (-10 dB)
Response Linearity100 Hz bis 10 kHz, ± 2 dB (Fenster)
Wirkungsgrad87,7 dB (2,83 V / 1 m)
Impedanz4 Ohm nominal, ca. 3 Ohm Minimum
Empfohlene Verstärkerleistung50 bis 300 Watt
Max. Schalldruck (Peak, 100–20 kHz)112,5 dB @ 1 m (111 dB < 3 % 2./3. Harmonische)
GehäusematerialMDF, versteifte aufgesetzte Schallwand
Abmessungen (H × B × T)102,8 × 28,7 × 41,8 cm
Gewicht36,4 kg pro Lautsprecher
AnschlüsseSingle-Wire-Terminal (Schraubklemmen, für Kabelschuhe und Bananen geeignet)
AusführungSchwarz, seidenmatt
BesonderheitenGroß dimensioniertes Waveguide, frontseitige Bassreflexöffnung, Klippel-NFS-basierte Entwicklung

sempre audio Award Exzellent

Die Perlisten A3t beeindruckt mit ausgewogener Tonalität, tiefem Bass und einem kontrollierten, feinfühligen Hochton. Ein Standlautsprecher, der weit über seiner Preisklasse spielt und sowohl im Stereo- als auch im Heimkinoeinsatz hervorragend überzeugt.


Positiv

  • Sehr ausgewogenes, musikalisches Klangbild
  • Tiefer, kontrollierter Bass mit hervorragender Struktur
  • Präzise räumliche Abbildung durch kontrollierte Abstrahlung
  • Hohe Pegelfestigkeit und geringe Verzerrungen
  • Einfache Integration in viele Räume

Negativ

  • Satin-Oberfläche empfindlich gegenüber Berührungen
  • Nur eine Design-Variante

Testumgebung

  • Arcam SA45 Streaming Integrated Amplifier
  • Signalkabel der Wireworld Series 10
  • Lautsprecherkabel der Wireworld Series 10
  • Pro-Ject Signature 12 Turntable
  • Apple iPhone 14 Pro
  • Samsung OLED 77 Zoll
  • Roon NUCLEUS+
  • Qobuz
MarkePerlisten Audio
HerstellerPerlisten Audio
VertriebAudio Reference GmbH
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Wertung

KLANG
DESIGN
BEDIENUNG
PREIS/LEISTUNG

EXZELLENT

Mit der A3t bringt Perlisten seine High-End-DNA in ein zugänglicheres Segment – kraftvoll, präzise und musikalisch. Ein Lautsprecher, der sofort begeistert und langfristig überzeugt.

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Über
Perlisten Audio
Quelle
Audio Reference GmbH

Michael Holzinger

Michael Holzinger, Gründer und Chefredakteur von sempre-audio.at | Der HiFi Blog - Das HiFi Magazin und HiFi BLOG, ist seit Jahrzehnten als Journalist in den Bereichen IT, Fotografie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik tätig. Mit den Magazinen HiFi.Luxury sowie the LUXURY HOME guide begründete er zudem zwei weitere Plattformen, die für modernen, exquisiten Lebensstil stehen.

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