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Rega DAC – D/A-Wandler für Genießer?

Was vor gar nicht allzulanger Zeit für audiophile Anwender schlicht undenkbar war, ist heutzutage längst eine überaus vielseitige Option auch für anspruchsvollste HiFi-Freunde: der PC oder Mac als zentrales Abspielgerät für Musik-Daten. Alles, was es dafür braucht, ist ein möglichst erstklassiger D/A-Wandler, der selbst ein günstiges Netbook in einen überaus flexiblen Zuspieler fürs HiFi-System verwandelt.

Lange Zeit wurden PCs als Quellgerät für die Musik-Wiedergabe lediglich belächelt. Und zwar völlig zu Recht, denn die zumeist genutzten Audio-Interfaces bieten geradezu eine lausige Qualität, die keineswegs dazu angetan ist, Musik über ein hochwertiges HiFi-System genießen zu können. Zumal gerade im IT-Umfeld MP3 als Standard galt.
Nun allerdings sieht die Sachlage schon anders aus.

Die Zahl an Anbietern im Web, die Musik in verlustfreier Qualität, mitunter sogar in hochauflösenden Formaten offerieren, wächst langsam, aber stetig, sodass die Berührungsängste der audiophilen Klientel durch reges Interesse abgelöst werden. Zumal selbst ein günstiges Netbook schon allein auf Grund der Tastatur und dem vergleichsweise großzügigen Display im Umgang mit digitalen Datenbeständen deutlich mehr Bedienkomfort bietet, als viele HiFi-Geräte.

Bleibt nur noch das Problem der miserablen Audio-Interfaces in PCs, doch hier schafft ein externer D/A-Wandler Abhilfe.

Etwa ein Modell, wie den Rega DAC, der nach Angaben des Herstellers in erster Linie für den Einsatz an einem PC oder Mac konzipiert wurde, aber ebenso für Streaming-Clients und zur Aufwertung von SAT-Receivern oder Settop-Boxen geeignet ist.

Die Lösung des englischen Herstellers Rega Research Limited präsentiert sich zwar nicht so kompakt wie manch andere derartige Lösung, ist aber dennoch weit entfernt von den typischen Gardemaßen herkömmlicher HiFi-Geräte. Somit sollte dieser D/A-Wandler von Rega problemlos in jedem Rack seinen Platz finden. Verstecken muss man das Gerät aber sicher nicht, denn gleichgültig, ob man sich für die Variante mit Silber Satin Metal-oder Schwarz Satin Metal-Finish entscheidet, präsentiert sich der Rega DAC als schmuckes Kästchen. Selbstverständlich setzt der englische Hersteller auf ein Gehäuse aus Stahl bzw. Aluminium und eine gewohnt solide Verarbeitung.

Die Front ist recht aufgeräumt, was auch nicht allzu schwer ist, erfordert ein D/A-Wandler doch nur recht wenige Bedienelemente. Deutlich dichter gedrängt geht es auf der Rückseite zu. Hier stehen eine Menge an Anschlüssen zur Verfügung, sodass der Rega DAC wohl für jede Aufgabe bestens gerüstet ist.

  • Rega DAC - D/A-Wandler für Genießer?
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Optische digitale Ein- und Ausgänge stehen hier ebenso zur Verfügung wie koaxiale S/PDIF-Schnittstellen. Darüber hinaus gibt‘s natürlich einen USB-Port, wobei dieser ebenso wie die digitalen Eingänge isoliert ausgeführt ist, um störende Einflüsse zu verhindern. Analogen Signale verlassen das Gerät über ein Cinch-Buchsenpärchen den Rega DAC.

Die Entwickler von Rega setzen in diesem Fall auf ein Paar parallel betriebene Wolfson WM8742 DACs, die über einen zusätzliche Trennstufe und einen Puffer verfügen, sodass jederzeit für eine Integrität der Daten gesorgt ist. Diese verarbeiten digitale Daten mit 16, 20 und 24 Bit sowie einer Frequenz zwischen 32 und 192 kHz. Damit ist man wirklich für alle Eventualitäten gerüstet, zumal eine zum Datenstrom synchrone Taktung durch einen hochpräzisen Receiver PLL erfolgt und somit Jitter auf ein absolutes Minimum reduziert werden soll.

Die Entwickler von Rega setzten eigenen Angaben zufolge nicht auf Upsampling, sondern verarbeiten digitale Signale jeweils mit der vorliegenden Auflösung, da dies ihrer Ansicht nach die besten Ergebnisse erlaube. Über einen einstellbaren Filter kann der Anwender die Signalverarbeitung in fünf Stufen den Bedürfnissen bzw. seinem persönlichen Geschmack entsprechend beeinflussen. Die analoge Ausgangsstufe des Rega DAC ist diskret aufgebaut und verfügt ebenso über eine eigene Stromversorgung, wie alle anderen relevanten Baugruppen.

Der Rega DAC soll damit nach Angaben des Herstellers einer der besten D/A-Wandler im mittleren Preisbereich am Markt sein und unabhängig von der Quelle stets optimale Ergebnisse liefern. Die Entwickler gehen sogar soweit zu behaupten, dass man mit diesem D/A-Wandler mitunter deutlich bessere Resultate erzielen könne, als mit guten CD-Playern, sofern man auf nicht verlustbehaftete Datenformate setzt. Dies gilt natürlich vor allem dann, wenn man hochauflösende Audio-Daten jenseits der 16 Bit und 44,1 kHz einer Audio CD sein Eigen nennt.
Der Rega DAC ist ab sofort im Fachhandel erhältlich. Der österreichische Vertrieb Novis Electronics GmbH gibt als unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis € 699,- für den neuen Rega DAC an.

Wir meinen…

Der Rega DAC soll damit nach Angaben des Herstellers einer der besten D/A-Wandler im mittleren Preisbereich am Markt sein und unabhängig von der Quelle stets optimale Ergebnisse liefern. Die Entwickler gehen sogar soweit zu behaupten, dass man mit diesem D/A-Wandler mitunter deutlich bessere Resultate erzielen könne, als mit guten CD-Playern, sofern man auf nicht verlustbehaftete Datenformate setzt.

Hersteller:Rega Research Limited
Vertrieb Österreich:Audiovertrieb by HZ Electronics
Vertrieb Deutschland:TAD Audiovertrieb GmbH

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Michael Holzinger

Michael Holzinger, Gründer und Chefredakteur von sempre-audio.com und HiFi BLOG, ist seit Jahren als Journalist in den Bereichen IT, Fotografie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik tätig.

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