sempre-audio.at begleitet Walter Kircher, Repräsentant für Accustic Arts auf den Wiener klangBilder|13

Während die Besucher mit klopfenden Herzen und freudiger Begeisterung durch die Gänge und Räume schlendern, und sich so manches audiophile Schmankerl zu Güte führen, bedarf eine Messe wie etwa die klangBilder|13 in Wien einer umfangreichen Vorbereitungen. Mit Walter Kircher durften wir einen Aufbau für eine der schönsten HiFi Messen begleiten.

Von Jürgen Weber-Rom (jwr)
02.01.2014

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Es ist Mittwoch der 6. November 2013, ein doch etwas frischer und kühler Tag. Nichts desto trotz machte sich eine wohlige Wärme bereit. Es sind nur mehr ein paar Tage bis zur lange herbei gesehnten HFi Messe klangBilder|13, welche jedes Jahr vom charmanten Dr. Ludwig Flich organisiert und ausgerichtet wird. Der zweite Grund für meine Vorfreude zeigte sich in Gestalt eines weiteren charmanten Menschen, welcher auf den Namen Walter Kircher hört, aus Graz stammt, und sich als Repräsentant für den Markenauftritt von Accustic Arts in Österreich verantwortlich zeigt.

Am Mittwoch in der Vorwoche, am 30. Oktober 2013, durfte ich eine wirklich erlesene Anlagen-Ausstattung in Empfang nehmen. Walter Kircher brachte nichts Geringeres als die monumentalen und brandneuen Mono-Verstärker Accustic Arts Mono II, die dazu gehörige Röhren Class A Vorstufe Accustic Arts Tube Preamp II MK II und ein CD-Laufwerk-Wandler Set, ebenfalls aus der Accustic Arts Reference Line, samt allen benötigten Verbindungs- und Netzanschlusskabel vorbei. Summa Summarum versammelte sich gut 90 Kilogramm feinstes Aluminium, gefüllt mit besten Bauteilen die der Weltmarkt hergibt, von den möglicherweise besten Audio Entwicklern zusammen gefügt, in meinem Wohn-Hörraum. Schon beim gemeinsamen Auspacken und Platzieren der Klangmaschinen wusste ich, es wird ein schmerzhafter Abschied. Und so kam es natürlich … 


Walter traf gegen 12 Uhr mittags ein. Bewaffnet mit ausreichend Frachtkapazität in Form eines weißen flotten Transporters, beladen mit etlichen Lautsprecherpaaren, viel Elektronik unterschiedlicher Preisklassen und zahlreichen Werbeutensillien für die anstehende Messe, verluden wir die frisch verpackten Accustic Arts Geräte und machten uns auf den Weg in die inneren Bezirke Wiens. Nun, die Verkehrslage kam uns gnädig entgegen und ließ uns nach einem kurzen Zwischenstopp in Walter Kirchers Mietapartment alsbald im Vienna Hilton Plaza eintreffen.

Ein zentrales Thema für die Aussteller ist die Hotelinterne Logistik. Üblicherweise werden die Aufbauten am Donnerstag, ein Tag vor Messe-Eröffnung, gestartet. Walter bemühte sich um den Einlass einen weiteren Tag vor Messe-Beginn, und so konnten wir fern ab dem sonst üblichen Aufbaustress mit dem Ausladen und Transport der umfangreichen Utensilien in die Hotel-Zimmer beginnen. Bevor der schweißtreibende Teil des Vergnügens begann, mussten die gebuchten Ausstellungszimmer angemeldet werden. Das Einchecken ging zügig von Statten und so konnten wir umgehend zur Tat schreiten. Das Vienna Hilton Plaza stellte zudem den Ausstellern einen Support in Form eines höflichen und engagierten jungen Mitarbeiters zur Verfügung, welcher die örtlichen Gegebenheiten erklärte und uns zielsicher zur Lade Zone gelotste.

Während wir den weißen Lieferwagen ordnungsgemäß abstellten, kam der Portier auf uns zu und vergewisserte sich ob wir doch tatsächlich Aussteller wären. Da wir trotz des zusätzlichen Tages unter Zeitdruck standen, begannen wir umgehend mit der Entladung des Busses. Freundlicherweise durften wir uns einen Handhubwagen, welcher uns betreffend Bedienung dann doch vor eine große Herausforderung stellte, und ein paar Paletten ausleihen. Optimistisch wie ich war, glaubte ich an ein erfolgreiches Umpacken auf zwei Paletten, jedoch zeigte sich bald dass insgesamt drei üppigst beladene Paletten der Verfrachtung in die Zimmer harrten. Getreu des nüchternen Erscheinungsbildes einer Logistikpforte eines edlen Hotels, fügte sich die Optik der Paletten perfekt in das Umfeld. Rollcontainer für die Warenanlieferung von Lebensmitteln und Bedarfsgütern prägten das nüchterne aber professionell saubere Bild der Kelleretage.



Ob hier noch viel dazu geladen werden kann? Walter Kirchers Mietauto zum Transport der edlen Messe Exponate. Der Versicherungswert dürfte schnell mal € 100.000,- erreichen.



Ein geordnetes Chaos auf drei Paletten. Ganz prominent und formatfüllend, die ausladenden Kartons für die edlen Totem Acoustic Lautsprecher.



Repräsentant Walter Kircher in sportiver und robuster Messe-Aufbau Bekleidung. Selbstverständlich hoch motiviert und bestens gelaunt.

Durch einen Gang gelangten wir zu dem Lift. Eine Liftfahrt in einem Hotel ist ein besonderes Erlebnis, speziell wenn nur einer zur Verfügung steht. Er ist langsam, rüttelt bei der Abfahrt und bleibt mit entsprechender Gedenkpause gerne in beinahe jedem Stockwerk stehen. Allerdings zeigt sich hier nicht unbedingt die Technik verantworlich, sondern der Umstand dass sich die Hotelmitarbeiter, und die zahlreichen Aussteller nur einen Lift teilen müssen. Hier ist Geduld, aber auch mal ein höfliches Lächeln gefragt. Insgesamt vollführten wir diese Kür drei mal, um die Ausstattung für die kommenden Tage in den neunten Stock zu verfrachten.

Arbeitsschritt eins ist erledigt, und die vielen Kartons stehen unbeschädigt und wohl sortiert in den entsprechenden Zimmern. Erst im Zimmer zeigte sich das gesamte bewegte Volumen. Große Kisten mit edlen Lautsprechern und gefühlte 20 Kartons mit feiner Elektronik von Accustic Arts und YBA, ein französischer Hersteller. Sowie das unverzichtbare Zubehör, wie Netzleisten, Verbindungskabel und Netzanschlusskabel unterschiedlichster Qualitätsklassen. Besonders schwergewichtig muten aber die kleinen Kartons an. Sie beinhalten das Prospektmaterial und Folder für die zahlreichen Gäste, und gruben sich erfolgreich in die Handflächen. Aber was unternimmt man nicht alles um den Messebesucher angemessen zu informieren und Lesematerial mit zu geben.



Ein letzter Check der Bestandslisten steht an. Dann heißt es – Pullover weg und ran an die Kisten.



Da läuft einem doch glatt das Wasser im Munde zusammen. Nicht ganz preiswert, dafür aber umso außergewöhnlicher die klanglichen Eigenschaften.

Man sollte nicht unterschätzen welche logistische Herausforderung auf die Messe-Aussteller zukommt. In aller Eile müssen umfangreiche Anlagen aufgebaut, und dessen Verpackungsmaterial gut verstaut werden. Das angeschlossene Badezimmer diente hier als Lagerraum für die verbleibenden Kartonagen.



Das mit gebrachte Symposium Rack, ein Prachtstück an Metallverarbeitung sollte als Basis des guten Klang dienen. Walter Kircher beim Anbringen der zusätzlichen Stell-Füßchen für den Accustic Arts Tube Preamp II MK II, während die massiven Monoblöcke bereits auf den Unterstellbasen ruhen.

Natürlich orientiert man sich vor den ersten Hör-Checks an der klassischen Aufstellung. Auch will hier die Darstellung der Geräte für die Messebesucher optimal umgesetzt werden. Die elektronischen Protagonisten durften hier auf einem ausgeklügelten Rack aus den Vereinigten Staaten Platz nehmen.



Geordnetes Chaos der zahlreichen Utensilien. Unterstellfüße, sowie das Maßband zur Lautsprecheraufstellung.



Ein wichtiges Detail, so die feste Überzeugung Walter Kirchers, die zusätzlich erhältlichen Unterstellfüßchen und Isolierplättchen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke.

sempre-audio.at begleitet Walter Kircher, Repräsentant für Accustic Arts auf den Wiener klangBilder|13

Endspurt! Bis auf die noch ausständigen Raumakustikelemente steht alles auf seinem Platz. Ein sichtlich zufriedener Walter Kircher.

Optimiert wird hier zudem noch die Entkoppelung der Geräte mittels kleiner zweiteiliger Unterstellfüße, während die massiven Monoverstärker, ebenfalls in einer klassischen Aufstellvariante, auf massiven Stellbasen Platz finden. So massiv die Boards wirken, so leichtgewichtig sind sie tatsächlich. Die Monoverstärker werden hart angekoppelt. Die Lautsprecher erhalten ausreichend Abstand zur Rückwand um auch das letzte klangliche Potential ausreizen zu können. Die finale Feinabstimmung findet aber erst kurz vor Messebeginn am Donnerstag statt, wenn die Raumakustikelemente geliefert werden. Getreu dem Motto – dem besten Equipment die größte Aufmerksamkeit und Sorgfalt – sieht Walter Kircher nur dann einen gelungenen Messeauftritt umgesetzt, wenn auch die Raumakustik entsprechend analysiert wird, und bei Bedarf auch hier noch Hand angelegt wurde.
Ein Messeauftritt wie ihn die Wiener klangBilder|13 unter Dr. Ludwig Flich ermöglichen, stellen viele Chancen auf Kundenzufriedenheit in den Raum. Im wahrsten Sinne des Wortes konzentriert sich hier Kompetenz, Sorgfalt bei der Vorbereitung und Auswahl der Partner. Für Walter Kircher ist es eine zu tiefst empfundene Pflicht sich dem Kunden und begeisterten, aber auch hochkompetenten Musikliebhaber, bestmöglich zu präsentieren. Hochkompetente Musikhörer und Begeisterte, so Walter Kircher, gibt es gerade in Wien in großer Zahl, und bedeutet einmal mehr die Wichtigkeit dieser Veranstaltung.

„Es ist nebensächlich in welchem Preisgefüge man sich als Musikliebhaber bewegt, wie viel Quadratmeter Fläche der Anlage zur Verfügung gestellt wird, es gibt immer ein Detail das beachtet werden will, eine Maßnahme die man umsetzen kann, um sich so wohlverdient den besten Klängen hingeben kann. Sich an guter Musik zu erfreuen hat nur sehr wenig mit Preisklassen zu tun, sondern mit der Leidenschaft und Freude mit der man sich einem schönen Hobby hingibt. Ein guter penibel gestalteter Messeauftritt stellt den Anfang und soll Emotionen vermitteln, welcher auch vom Handel getragen wird und mit Beratung und Unterstützung bereit steht“, so Walter Kirchers Ausführungen.



Vielen Dank, Walter, dass sempre-audio.at Sie begleiten durfte.

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