- Hegel Music Systems aus Oslo verbindet norwegische Ingenieurskunst, patentierte SoundEngine-Technologie und europäische Streaming-Expertise. Eine Reportage über Forschung, Präzision und Klangkultur.
Wer das Büro von Hegel Music Systems im fünften Stock des Oslo Science Park betritt, spürt sofort, dass hier anders gearbeitet wird. Kein Design-Showroom, keine Marketingbühne. Stattdessen Messgeräte, geöffnete Verstärkergehäuse, Platinen, Kabel, der Geruch von Elektronik. Es ist der Arbeitsplatz eines Teams, das sich mit Leidenschaft der Wissenschaft des Klangs verschrieben hat. Hier, im Herzen der norwegischen Hauptstadt, entsteht HiFi-Elektronik, die weltweit zu den feinsten ihrer Art zählt. Gegründet wurde das Unternehmen von Bent Holter, einem Ingenieur, der in den späten 1980er-Jahren an der Technischen Universität Trondheim an einer Aufgabe arbeitete, die bis heute den Kern des Unternehmens prägt: Wie lässt sich Musik so verstärken, dass nichts hinzugefügt, aber auch nichts genommen wird?
Key Facts
- Gründung: 1988 in Trondheim (TU Trondheim), Unternehmensgründung 1998
- Firmensitz: Oslo, Norwegen – Oslo Science Park
- Leitung: Bent Holter (Gründer und CEO), Anders Ertzeid (VP Sales & Marketing)
- Teamgröße: Sieben Kernmitarbeiter in Norwegen plus internationale Partner in den USA und Kanada
- Produktion: Langjährige Fertigungspartner in China, Entwicklung, Forschung und Logistik in Norwegen
- Kerntechnologien: SoundEngine, DualAmp, DualPower, DAC Loop, MasterClock
- Streaming-Plattform: Technologie von StreamUnlimited Engineering GmbH, Wien
- Philosophie: Präzision, Reduktion, musikalische Integrität
Von Trondheim nach Oslo – Die Geburt einer Idee
Alles begann mit einer Diplomarbeit. Ende der 1980er-Jahre analysierte der junge Ingenieurstudent Bent Holter in Trondheim die Funktionsweise von Verstärkerschaltungen. Was er dabei entdeckte, war ein Paradoxon: Selbst die besten Verstärker verzerren – nicht hörbar für jeden, aber messbar, spürbar. Ursache war die klassische Gegenkopplung, ein Prinzip, das Fehler korrigiert, nachdem sie bereits passiert sind.
Holter wollte das ändern. Sein Ziel war ein Verstärker, der Verzerrungen gar nicht erst zulässt – eine Verstärkung, die so „intelligent“ arbeitet, dass sie Fehler erkennt, bevor sie hörbar werden. Daraus entstand die Idee der SoundEngine, einer adaptiven Feed-forward-Technologie, die sich als Meilenstein im modernen Verstärkerdesign erweisen sollte.
In den frühen 1990er-Jahren präsentierte Holter die erste Version seiner Schaltung, ließ sie patentieren und gründete wenig später Hegel Music Systems. Schon 1994 entstand der erste Digital-Analog-Wandler, 1996 der erste CD-Player. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich aus einem akademischen Versuch ein florierendes Unternehmen, dessen Geräte immer häufiger in Fachkreisen auftauchten.
Während viele Firmen in der globalen Finanzkrise den Sparkurs wählten, tat Hegel das Gegenteil. Holter investierte in Menschen – in kluge Köpfe, die sein technisches Denken erweiterten und neue Schaltungen zur Serienreife brachten. Diese Entscheidung prägt das Unternehmen bis heute.
Philosophie und Unternehmenskultur – Der beste Hot-Dog-Stand der Welt
„Wir sind wie ein richtig guter Hot-Dog-Stand“, sagt Anders Ertzeid mit einem Lächeln. „Wir wollen zwar nicht an jeder Ecke stehen, aber wir wollen die sein, die einfach die besten Hot Dogs machen – die, die jeder will.“
Dieser Satz beschreibt Hegel perfekt. Statt Wachstum um jeden Preis setzt man auf Qualität, Eigenständigkeit und Nähe zur Technik. Das Team ist klein, die Wege sind kurz, Entscheidungen werden schnell getroffen. Jeder Mitarbeiter trägt Verantwortung, jeder ist Teil des Entwicklungsprozesses, jeder ist irgendwie Vice President für irgend etwas, und jeder macht Kaffee, wie Anders bei unserem Besuch in Oslo augenzwinkernd betont.
Anders Ertzeid, der neben Unternehmensgründer und CEO Bent Holter als Vice President Sales & Marketing das Gesicht von Hegel nach außen ist, prägt die Marke weit über seine Rolle hinaus. Er ist Kommunikator, Produkttrainer, Organisator und Stratege in einem. Wenn er über Hegel spricht, spürt man, dass hier nicht einfach Marketing betrieben wird – hier spricht jemand, der versteht, wie Technik klingt.
Neben ihm stehen Spezialisten wie Joakim Jacobsen, der als Ingenieur Hard- und Softwareentwicklung verbindet, und Andreas Bjornstadt, ein Multitalent, das den internationalen Vertrieb betreut, technische Dokumentation erstellt und selbst am grafischen Auftritt mitarbeitet. Es ist dieses interdisziplinäre Denken, das Hegel stark macht – eine kleine Gemeinschaft, die dieselbe Vision teilt.
Forschung und Technologie – Ingenieurskunst als Haltung
Technologie ist bei Hegel kein Selbstzweck. Sie dient allein dem Ziel, Musik möglichst unverfälscht zu transportieren. Bent Holter und sein Team entwickeln sämtliche Schaltungen selbst, kein zentraler Signalpfad stammt von Zulieferern. Die Geräte basieren auf analogen Class-AB-Endstufen, deren Architektur über Jahrzehnte verfeinert wurde.
Hegels Ingenieure achten akribisch auf Spannungsstabilität und Kanaltrennung, auf die Sauberkeit der Netzteile und auf das Verhalten bei komplexer Last. Diese Detailversessenheit erzeugt jenen Charakter, der für Hegel typisch ist: Ruhe, Kontrolle, Struktur.
Im digitalen Bereich arbeitet man ähnlich konsequent. Alle DSP-Routinen und Firmware-Module werden in Oslo entwickelt, damit Hard- und Software perfekt harmonieren.
Die SoundEngine – Das Herz von Hegel
Wenn man verstehen will, was Hegel Music Systems wirklich ausmacht, dann führt kein Weg an der SoundEngine vorbei. Sie ist mehr als eine Schaltung, mehr als ein Patent. Sie ist das geistige Zentrum, aus dem sich alles andere ableitet – die Philosophie, der Klang, ja sogar der Umgang mit Technik selbst.
Die Idee geht auf die späten 1980er-Jahre zurück, als Bent Holter an der Technischen Universität Trondheim forschte. Damals galt es als unumstößlich, dass Rückkopplung – sogenanntes Negative Feedback – das Nonplusultra zur Fehlerkorrektur in Verstärkern sei. Holter jedoch erkannte das Paradoxon: Diese Rückkopplung greift erst, nachdem der Fehler passiert ist. Mit anderen Worten: Das System reagiert, statt zu verhindern.
Sein Ansatz war radikal. Statt auf globale Rückkopplung setzte Holter auf eine lokale, adaptive Korrektur. Die SoundEngine arbeitet nach dem Prinzip des Feed-forward: Sie überwacht fortlaufend das verstärkte Signal, vergleicht es in Echtzeit mit dem Original und korrigiert jede Abweichung – nicht nachträglich, sondern sofort. Dadurch entstehen keine messbaren Verzögerungen, keine Phasenfehler, keine unnatürlichen Korrekturartefakte.
Anders Ertzeid beschreibt die Funktionsweise mit einem Bild, das man nie vergisst: „Die SoundEngine arbeitet wie ein Noise-Cancelling-Kopfhörer – nur dass sie nicht Umgebungsgeräusche, sondern elektrische Verzerrungen eliminiert. Sie löscht das, was nicht zur Musik gehört, und lässt alles andere unberührt.“
Das Entscheidende: Die SoundEngine ist kein digitaler Prozessor. Sie ist kein DSP, keine softwarebasierte Regelung, sondern eine vollständig diskret aufgebaute, analoge Schaltung, die wie ein extrem schneller Computer funktioniert – jedoch auf rein elektronischer Ebene. Das bedeutet: keine Rechenlatenzen, keine Bit-Konvertierungen, keine digitalen Eingriffe in das Audiosignal. Die gesamte Korrektur findet analog, in Echtzeit und ohne jegliche digitale Verarbeitung statt.
Im Unterschied zu klassischen globalen Feedback-Schleifen, die Verzerrungen über den gesamten Verstärkerweg messen und korrigieren, arbeitet Hegels System auf jeder Verstärkerstufe separat. Jede Schaltungseinheit besitzt ihre eigene SoundEngine, die mikrosekundengenau prüft, ob das Ausgangssignal dem Eingang entspricht. Abweichungen werden sofort kompensiert, bevor sie sich überhaupt summieren können.
Das Ergebnis ist eine Verstärkung, die völlig frei von Crossover-Verzerrungen arbeitet, bei gleichzeitig außergewöhnlich niedriger Gesamtverzerrung.
Die SoundEngine 2, die aktuelle Entwicklungsstufe, geht noch weiter: Sie nutzt verbesserte analoge Reaktionslogiken mit extrem geringer Gruppenlaufzeit und höherer Bandbreite, wodurch das Transientenverhalten nochmals optimiert wird. Feindynamik, Raumabbildung und tonale Kohärenz bleiben damit in einer Präzision erhalten, die sonst nur in reiner Class-A-Technik zu finden ist – allerdings ohne deren thermische Nachteile.
In der Praxis bedeutet das: kein komprimiertes oder künstlich geglättetes Klangbild, sondern völlige Stabilität, selbst bei hohen Pegeln und komplexer Musik. Ein Hegel-Verstärker behält Kontrolle, wo andere ins Schwimmen geraten. Die Musik fließt ohne Härte, ohne Stress – organisch, ruhig, selbstverständlich.
Für Bent Holter ist die SoundEngine weit mehr als ein technisches Konzept – sie verkörpert eine Haltung. Seine Geräte sollen der Musik nichts hinzufügen und nichts nehmen, sondern sie so wiedergeben, wie sie aufgenommen wurde. Ziel ist nicht sterile Neutralität, sondern klangliche Wahrhaftigkeit – eine Wiedergabe, die Emotion und Präzision gleichermaßen wahrt.
Oder, wie Anders Ertzeid es formuliert: „Wir wollen, dass man vergisst, dass da Elektronik spielt – Dass man einfach Musik hört.“
DualAmp, DualPower, DAC Loop, MasterClock – Das technische Rückgrat
Neben der SoundEngine bilden vier weitere wichtige und über die Jahre verfeinerte Technologien das Fundament von Hegels Klangphilosophie.
Da wäre zunächst DualAmp, wobei hierbei die Spannungs- von der Stromverstärkung getrennt erfolgt und somit Intermodulationsverzerrungen, die sonst selbst in hochwertigen Verstärkern entstehen, effektiv vermieden werden.
DualPower ergänzt dieses Prinzip mit zwei vollständig separaten Netzteilen für Vor- und Endstufe – eine Maßnahme, die zu absoluter Kanaltrennung und minimalem Grundrauschen führt.
Die MasterClock kontrolliert alle digitalen Prozesse mit einem hochpräzisen, temperaturstabilen Taktgenerator und hält Jitter auf ein kaum messbares Niveau.
Und die DAC Loop, eingeführt mit dem Hegel D50 „The Raven“, ermöglicht es, das analoge Signal komplett vom integrierten D/A-Wandler eines Verstärkers zu trennen – ideal für besonders reine Signalpfade in komplexen Setups.
Produktlinien – Präzision mit System
Hegel bleibt sich auch im Sortiment treu: lieber wenige, dafür ausgereifte Geräte. Die integrierten Verstärker – vom Hegel H95, Hegel H120, dem nagelneuen Hegel H150, dem Hegel H190v über den Hegel H400 bis hin zum Hegel H600 – kombinieren analoge Kraft mit digitaler Präzision. Sie sind Streaming-fähige All-in-One-Lösungen, die klassische Verstärkerästhetik mit modernem Komfort verbinden.
Die Kombination aus Vor- und Endverstärker, sei es nun Hegel P20 und Hegel H20, oder aber die Flaggschiff-Modelle Hegel P30A und Hegel H30A, sind Hegels Antwort auf kompromissloses High-End HiFi. Die H30A beispielsweise kann als Monoblock betrieben werden und liefert bis zu 1.100 Watt an 8 Ohm – genug, um selbst fordernde Lautsprecher souverän zu kontrollieren.
Für analoge Enthusiasten gibt es den Phono-Vorverstärker Hegel V10, der mit fein abgestuften Gain-Stufen und außergewöhnlicher Rauscharmut überzeugt. Und im Bereich professioneller Anwendungen bietet Hegel Rack-Mount-Modelle an – Hegel C53, Hegel C54 und Hegel C55 -, die dieselben Schaltungen nutzen wie die klassischen HiFi-Komponenten.
Streaming, Schnittstellen und Formate – Präzision im Digitalzeitalter
Auch wenn Hegel aus der analogen Verstärkertradition stammt, hat das Unternehmen das Streaming-Zeitalter längst gemeistert – auf seine ganz eigene, puristische Weise.
Alle aktuellen Modelle im Verstärker-Line-up sind netzwerkfähig und unterstützen eine breite Auswahl moderner Protokolle und Dienste: Apple AirPlay, Spotify Connect (Lossless), TIDAL Connect, Google Cast und – je nach Modell – bereits Qobuz Connect. Darüber hinaus bieten sie Internetradio und Podcast-Wiedergabe direkt über die Benutzeroberfläche.
Für anspruchsvolle Anwender sind die Geräte zudem Roon Ready, womit sie sich nahtlos in hochauflösende Streaming-Setups integrieren lassen.
Die zugrunde liegende Streaming-Architektur stammt von der StreamUnlimited Engineering GmbH aus Wien – einer der führenden europäischen Entwicklerplattformen für audiophile Netzwerk- und Streaminglösungen. In Oslo kombiniert man diese bewährte Technologie mit eigener Signalverarbeitung und präzise optimierter Firmware, um maximale Stabilität, kurze Signalwege und minimale Latenz zu gewährleisten.
Digitale Eingänge verarbeiten Musikdaten bis 32 Bit und 384 kHz Linear PCM, während galvanisch getrennte USB- und Koax-Eingänge für saubere Signalpfade sorgen. So gelingt Hegel der Spagat zwischen moderner Netzwerktechnik und der klassischen audiophilen Tugend: kompromisslose Klangreinheit.
Analog trifft Digital – Der Purismus des Viking
In einer Welt, in der Musik meist gestreamt wird, wirkt ein CD-Player fast anachronistisch. Doch der Hegel Viking beweist das Gegenteil. Er ist ein CD-Player klassischer Ausprägung, entwickelt ausschließlich für Red-Book-CDs und damit schlicht 16 Bit und 44,1 kHz – ohne Upsampling, ohne Digitalfilter-Experimente, ohne Kompromisse.
Sein Konzept ist radikal einfach: Das Signal, das auf der Disc gespeichert ist, wird mit höchster Präzision gelesen und über eine optimierte Schaltung ausgegeben. Keine Formattricks, keine Dateninterpretation. Nur Musik.
Der Viking ist damit eine Hommage an die Reinheit des Mediums CD. „Es geht darum, die Musik zu hören, nicht die Technik“, sagt Ertzeid. „Beim Viking ist das Erlebnis so unmittelbar, dass man vergisst, dass er digital arbeitet.“
Digital trifft Analog – Die Präzision des Hegel D50 „The Raven“
Mit dem Hegel D50 „The Raven“ hat das Unternehmen einen Schritt vollzogen, der ebenso konsequent wie symbolisch ist. Er ist der erste reine D/A-Wandler seit vielen Jahren und zugleich das erste Gerät, das die neu entwickelte DAC Loop-Architektur nutzt – eine Technologie, die es ermöglicht, den internen Digital-Analog-Wandler eines Verstärkers vollständig zu umgehen und das Signal extern in höchster Präzision zu verarbeiten.
Damit schafft Hegel eine bislang einzigartige Verbindung zwischen seinen integrierten Verstärkern und einem separaten High-End-DAC. Das Prinzip: Der D50 liefert ein perfekt getaktetes, jitterarmes Ausgangssignal, das über die DAC Loop galvanisch getrennt an den Verstärker übergeben wird. So entsteht ein Signalpfad, der nicht nur klanglich, sondern auch messtechnisch nahezu ideal ist.
Technisch basiert der D50 auf einer neuen, in Oslo entwickelten Signalverarbeitung, kombiniert mit einer hochpräzisen MasterClock und einer asynchronen USB-Implementierung, die Daten bis 32 Bit und 384 kHz Linear PCM verarbeitet. Wie bei allen Hegel-Komponenten steht dabei nicht die Zahl der Formate, sondern die Qualität der Umsetzung im Mittelpunkt.
In der Praxis spielt der D50 mit der für Hegel typischen Balance aus Ruhe und Kontrolle, erweitert jedoch das Klangbild um eine feine Luftigkeit, die besonders im Hochtonbereich auffällt. Er ist kein Effekthascher, sondern ein Werkzeug – präzise, unsichtbar und doch musikalisch tief involvierend.
Sein Spitzname „The Raven“ ist dabei mehr als ein poetisches Etikett. Er steht für Intelligenz, Eleganz und ein Stück nordische Mystik – Attribute, die sich im Design wie im Klangcharakter wiederfinden. Mit dem D50 beweist Hegel, dass digitale Signalverarbeitung nicht technokratisch, sondern sinnlich sein kann.
Einfachste Bedienung, flexible Konfiguration
Ganz wesentlich aus Sicht von Hegel ist eine stets einfache Bedienung. High-end HiFi muss nicht komplex sein, vielmehr sollte jeder im Haushalt die Geräte gerne nutzen. Dies beginnt bei einer aufgeräumten Front, keine einzige Lösung aus dem Hause Hegel Music Systems zeigt sich mit einem komplexen Aufbau. Ein paar Bedienelemente, allen voran ein Drehgeber mit Drucktaster-Funktion reichen, um alle Einstellungen vornehmen zu können.
Wer nun meint, dies bedingt eine rudimentäre Funktionsweise, der irrt. Speziell die Verstärker-Systeme von Hegel lassen sich sehr vielseitig den eigenen Bedürfnissen anpassen, bieten gar praxisgerechte Funktionen, die man anderswo vergeblich sucht. Vielfach handelt es sich dabei gar um Anpassungen, die sich aus Erfahrungen in der Praxis ergeben, auf die man ehestmöglich reagiert, wie etwa Probleme im Zusammenspielt mit TV-Geräten über die digitalen Schnittstellen.
Natürlich steht eine passende App, die Hegel App für Apple iOS und Google Android bereit und ganz besonders hervor heben muss man, dass man alle netzwerkfähigen Geräte auch über ihr Web-Interface und damit jedweden Web-Browser kontrollieren kann.
Design und Verarbeitung – Die Sprache des Nordens
Hegel-Geräte sind unaufdringlich, funktional und zugleich elegant. Das Gehäuse aus massivem Aluminium, die klaren Linien, die zwei Drehregler und das dezente Display – alles ist auf Dauerhaftigkeit und Ruhe ausgelegt.
Die Oberfläche ist entweder fein gebürstet oder seidenmatt lackiert, die Mechanik präzise. Jede Schraube, jedes Element hat seinen Platz. Es ist jene Form von Design, die nicht auffallen will, weil sie selbstverständlich wirkt. Skandinavisch im besten Sinne.
Klang und Praxis – Kontrolle, Klarheit, Charakter
Im Hörraum der Hegel-Zentrale in Oslo stehen zwei KEF Blade One Meta – Lautsprecher, die kein Detail verschweigen und keinen Fehler verzeihen. Hier zeigt sich, was Hegel-Verstärker auszeichnet: Ruhe, Kontrolle und ein völlig stressfreies Klangbild.
Egal ob H150, H400 oder H600 – die Verstärker behalten auch bei hoher Lautstärke ihre Gelassenheit. Der Bass ist tief, präzise und kontrolliert, Mitten und Höhen zeichnen mit außergewöhnlicher Transparenz. Das Klangbild wirkt nie steril, sondern lebt – kraftvoll, ohne Aggression, dynamisch, ohne Härte.
Diese Mischung aus Präzision und Musikalität ist das Resultat jener Ingenieursarbeit, die nicht dem Effekt, sondern der Wahrheit dient.
Hegel weltweit – Präzision aus Oslo, Partnerschaften in China
Die Geräte von Hegel werden in China gefertigt – in enger Kooperation mit Produktionspartnern, mit denen das Unternehmen bereits seit 1999 zusammenarbeitet. Montage und Testläufe erfolgen dort nach klar definierten Hegel-Spezifikationen, deren Qualitätssicherung Teil jedes Fertigungsprozesses ist.
Diese jahrzehntelangen Partnerschaften ermöglichen eine gleichbleibend hohe Verarbeitungsqualität, die selbst im internationalen High-End-Segment als Referenz gilt.
Die Forschung, Entwicklung, Software und Logistik verbleiben vollständig in Norwegen. Von Oslo aus steuert das Kernteam sämtliche Projekte, betreut internationale Partner und koordiniert den weltweiten Vertrieb.
Zudem unterhält Hegel Vertriebseinheiten in den USA und Kanada, die als direkte Anlaufstellen für den nordamerikanischen Markt fungieren und dort nicht nur Logistik, sondern auch Marketing und Support abdecken.
Diese schlanke, aber hoch effiziente Struktur verbindet das Beste aus zwei Welten: europäische Ingenieurskunst und präzise asiatische Fertigung. Das Resultat sind Produkte, die global anerkannt sind – nicht durch Größe, sondern durch Konsequenz, Verlässlichkeit und technische Beständigkeit.
Fazit – Wissenschaft mit Seele
Hegel Music Systems ist weit mehr als ein gewöhnlicher HiFi-Hersteller. Es ist eine kleine, hochspezialisierte Klangmanufaktur, die sich einer klaren, kompromisslosen Philosophie verschrieben hat: technologische Präzision und musikalische Wärme als untrennbare Einheit zu begreifen. Hier versteht man Forschung als Ausdruck von Leidenschaft – als Weg, Musik nicht zu verändern, sondern sie in ihrer ganzen Wahrheit hörbar zu machen.
Bent Holter und sein Team zeigen, dass Ingenieurskunst und Emotion, Rationalität und Musikalität keine Gegensätze sind. Mit einer bewusst schlanken Struktur, kurzen Entscheidungswegen und einem offenen Blick für Entwicklungen gelingt es Hegel, flexibel zu reagieren, ohne sich jemals von kurzfristigen Trends verleiten zu lassen.
Die Geräte aus Oslo verkörpern jene seltene Verbindung aus Wissenschaft und Seele, die Musik nicht nur präzise, sondern tief berührend werden lässt. Oder, wie Anders Ertzeid es mit einem Lächeln sagt: „Wir wollen nicht die Größten sein. Wir wollen einfach die Besten sein – der Hot-Dog-Stand, bei dem alle anstehen.“
| Thema | Zu Besuch bei Hegel Music Systems – Die Wissenschaft des Klangs |
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| Hegel Music Systems |
| Marke | Hegel Music Systems |
|---|---|
| Hersteller | Hegel Music Systems |
| Vertrieb | GP Acoustics GmbH |
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